Wir leben in einer Überflussgesellschaft


  • 1/3 der weltweit jährlich 4 Mrd. Tonnen produzierten Lebensmittel landen in der Tonne
  • 40-70 Kleidungsstücke konsumiert jede*r in Deutschland pro Jahr durchschnittlich - 40 Prozent der Kleidungsstücke werden sehr selten oder nie getragen
  • 1,8 Millionen Wohnungen stehen frei in Deutschland - Um die 300.000 Menschen leben ohne Obdach
  • 53 Millionen zugelassene Autos gibt es in Deutschland. Diese Autos bleiben im Schnitt 23 Stunden am Tag still stehen. Wenn sie sich die eine Stunde am Tag bewegen, sitzen nur 1,3 Person(en) darin

Es ist offensichtlich:

Wir haben von vielem absolut mehr als genug. Am nachhaltigsten ist es daher keine weitere Nachfrage zu schaffen und stattdessen diese vorhandenen Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

 

Wichtig ist dabei mitzudenken:

Wenn wir geldfrei-er leben, also Vorhandenes sinnvoll nutzen, lösen wir nicht das Problem, sondern bekämpfen zunächst nur ein Symptom. Mit Symptom sind der Überfluss und die furchtbaren Folgen der Überproduktion gemeint. Das Problem, dass diesen Überfluss hervorbringt, liegt tief und ist sehr komplex – es sind wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Strukturen, die das Produktionsrad und die ungleichen Verhältnisse „Globaler Norden und Süden“, die Ausbeutung von Mensch und Natur, usw. aufrechterhalten. (Für mehr Infos zu diesem Thema stöber gern durch die Impulse auf unserer Seite).

 

Durch die sinnvolle Nutzung von Vorhandenem lassen wir keine wirklichen Alternativen entstehen. Dennoch ist es eine wertvolle Strategie, um auf den Überfluss aufmerksam zu machen.

Und: Wenn wir uns durch die geldfrei-ere Lebensweise lohnarbeitsunabhängiger machen, gewinnen wir freie Zeit. Mit der freien Zeit können wir uns aktiv für den gesellschaftlichen Wandel einsetzen und utopietaugliche Alternativen gestalten/ausprobieren/aufbauen.

 

Unsere Überflussgesellschaft wird nicht endlos weiter bestehen. Denn auf einem endlichen Planeten kann es kein endloses Wachstum geben.

 

Es ist jetzt an uns den Wandel aktiv mitzugestalten

„by design“

und nicht untätig auf den Wandel durch die Katastrophe zu warten

„by desaster“